Training zur Stressreduktion und Burnout-Prävention

Mit Stress umgehen lernen und damit die Lebensqualität erhöhen.

Ziele

  •  Stress erkennen und verstehen
  •  Besseren Umgang mit Stress erlernen 
  •  Vermittlung von Stress mindernden Denkstrategien
  •  Entspannungsmethoden kennenlernen und trainieren
  •  Fern von Alltag zur Ruhe kommen
  •  Körperlicher und seelischer Ausgleich
  •  Verbesserung des Wohlbefindens

Das Therapieangebot

  • Eingangsuntersuchung ( Labor, Blutabnahme, Harnkontrolle, Größen- und Gewichtsmessung, Blutdruck Messung, Sonografie, Ergometrie )
  •  Gesundheitsvorträge
  •  Stressdiagnostik und Stresstraining
  •  Psychologisches Trainingsprogramm
  •  Bewegungstherapie ( Herz-Kreislauftraining, Nordic-Walking, Wassergymnystik, Krafttraining )
  •  Physikalische Therapie ( Elektrotherapie, Inhalationen, Zellenbad, Streckbett ) -nach Indikation und ärztlicher Verordnung
  • Balneologische Therapie ( Massage, Hydromassage, Rotlicht, Fango, medizinisches Bad ) -nach Indikation und ärztlicher Verordnung
  •  Nordic-Walking
  •  Vortrag - Ernährung bei Stress
  • Einzelgesprächstherapie

Was ist Stress?

Was ist denn das, worüber wir da sprechen, wenn wir sagen, „ich bin im Stress“? Wir verwenden das Wort „Stress“ im Alltag sehr allgemein. Dennoch bedeutet Stress für jeden etwas anderes. Stress ist immer etwas ganz Persönliches. Jeder Mensch sieht die Welt auf seine ganz individuelle Art und Weise. Den eigenen Stress erkennen und verstehen bildet die Basis für eine erfolgreiche Bewältigung.

Es gilt, drei Aspekte des Stressgeschehens zu unterscheiden:

1. Äußere Stressoren. Was ist es, was uns stresst?

  •  Zeitdruck
  •  Lärm
  •  Überlastung
  •  eine Konfliktsituation
  •  finanzielle Schwierigkeiten
  •  Krankheit

2. Persönliche Stressverstärker. Nicht jede Anforderung führt zu einer Stressreaktion, es hängt davon ab, wie diese bewertet wird. Stress erleben wir zum Beispiel dann, wenn uns etwas wichtig ist, wir aber nicht glauben, dass wir es bewältigen können.

3. Stressreaktionen. Unter Stress werden viele körperlichen Reaktionen in Gang gesetzt, die es uns ermöglichen, rasch und gut auf die momentane Anforderung reagieren zu können: Herzschlag, Atemfrequenz, Muskelspannung werden erhöht, das Gehirn wird besser durchblutet, Energie wird bereitgestellt (Zucker, Fette). Gleichzeitig werden Funktionen, die der Fortpflanzung, Verdauung, Energiespeicherung und dem Wachstum dienen, gedrosselt. Bei anhaltendem Stress können sich Stresssymptome bilden (Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, sexuelle Funktionsstörungen, Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Alkoholmissbrauch, Lustlosigkeit,…siehe auch Checkliste). Diese unterschiedlichen Stressreaktionen können sich schließlich bis hin zu Burn-out, Depression und anderen Erkrankungen weiterentwickeln.

Gesundheitsförderliche Ernährung

Die österreichische Ernährungspyramide zeigt den Weg zu einer gesunden Ernährung und liefert einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit.

  • Alkoholfreie Getränke: 1,5-2 Liter energiearme Flüssigkeit in Form von Wasser, Mineralwasser, ungezuckertem Tee oder verdünnten Obst- oder Gemüsesäfte sollten täglich getrunken werden.
  • 5 Portionen Gemüse und Obst sollte man täglich zu sich nehmen: 3 Portionen Gemüse in Form von Salat oder als Beilage und 2 Portionen Obst (je eine Hand voll)
  • Getreide und Erdäpfel: 4 Portionen in Form von Getreide, Reis, Nudeln, Erdäpfel oder Brot. Vollkornprodukte sollen bevorzugt konsumiert werden.
  • Milch und Milchprodukte in Form von Käse, Joghurt, Milch oder Topfen sollte dreimal täglich verzehrt werden. Auf den Fettgehalt achten – magere Produkte wählen.
  • Fisch, Fleisch, Wurst, Eier: 1-2 mal pro Woche Fisch (150 g), 3 mal pro Woche mageres Fleisch (150 g) oder Wurst (50 g), 2-3 Eier pro Woche.
  • Fette und Öle: Zum Kochen hochwertige pflanzliche Öle (Maiskeimöl, Rapsöl,…) verwenden. Streichfette wie Butter und Margarine sollten nur sparsam verwendet werden.
  • Fettes, Süßes und Salziges: Fett-, zucker- und salzreiche Lebensmittel sollten nur selten verzehrt werden, dafür aber mit Genuss und ohne schlechtem Gewissen.  

Zusätzliche zur gesunden Ernährung sollte Bewegung in den Alltag eingebaut werden.

Quelle: www.bmg.gv.at

Gesundheitsförderliche Bewegung

In unserer von westlichen Strukturen geprägten Gesellschaft leiden immer mehr Menschen an akutem Bewegungsmangel. Es beginnt schon im frühen Lebensalter und zieht sich dann durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten. Durch unseren modernen Lebensstil und die damit verbundene Bequemlichkeit ist zu wenig Bewegung die Hauptursache für viele Erkrankungen des Menschen. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und dadurch kommt es vermehrt zu  Stress im Beruf und Alltag, dies belastet den Körper noch zusätzlich und es treten weitere körperliche Probleme auf. Folgen sind neben Übergewicht, Fettsucht, das Abnehmen von Muskelmasse und Knochendichte auch alle bekannten Zivilisationskrankheiten wie:

Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck; Herzinfarkt, Schlaganfall, unspezifische Rückenschmerzen, Wirbelsäulenschäden, Osteoporose, Arthrose, Depression, Winterdepression.

Körperliche Aktivität senkt das Risiko dieser Zivilisationskrankheiten! Wenn man zehn überschüssige Kilos abbaut:

  • Sinkt die Gesamtsterblichkeitsrate um 10 bis 25 Prozent
  • Sinkt das Risiko an Diabetes Typ2 zu sterben um 30 bis 40 Prozent
  • Sinkt das Risiko an mit Fettsucht- bedingten Erkrankungen zu sterben um gar 40 bis 50 Prozent
  • Sinkt der Blutdruck und auch der Cholesterinspiegel
  • Sinkt der Ruhe- Blutzuckerspiegel um bis zu 30 bis 50 Prozent
  • Ist es bei einer koronaren Herzerkrankung in der Lage ein Drittel mehr Leistung zu erbringen
  • Sinkt das Risiko an einer Angina- Pectoris zu erkranken um 90 Prozent
  • Reduziert man das Stressrisiko deutlich

Es wird das Wohlbefinden gesteigert und man fühlt sich glücklicher!

Die führenden wissenschaftlichen Gesellschaften und die World Health Organisation empfehlen daher mindestens 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag.
Diese Aktivitäten können folgende Tätigkeit beinhalten:

Moderat: Wandern, leichte Gartenarbeit, Tanzen, Golfspielen, langsames Radfahren, Gehen, leichtes Gewichtstraining, Dehngymnastik
Intensiv: Laufen, Radfahren langsames Schwimmen, Gymnastik, schnelles Gehen, schwere Arbeit (Holzhacken), Ballspielen

Das Geheimnis für einen gesunden Lebensstil liegt in dem Verhältnis von Energieverbrauch und Aktivität. Man sollte annähernd so viele Kalorien verbrauchen wie man über den Tag verteilt zu sich nimmt. Durch einen aktiven Lebensstil und zusätzlicher Bewegung kann man dieses Ziel erreichen und auch Stress besser verarbeiten! Mit Bewegung kann man also neben der Reduktion sämtlicher Risikoparameter auch Stress positiv beeinflussen. Daraus resultiert oft ein stärkeres Selbstbewusstsein, ruhigerer Schlaf und es kommt zu einer Reduktion von übermäßiger Ängstlichkeit, was die Bewegung betrifft. Abschließend kann man sagen, dass man sich dadurch im Alltag energiegeladener fühlt, die Lebensqualität verbessert und bis ins hohe Lebensalter hinein fit und aktiv bleibt!

Literatur:
Bachl, Schwarz, Zeibig, 2006, Aktiv ins Alter- Mit richtiger Bewegung jung bleiben, Springer Verlag Wien New York