Bewegung und Stützapparat

Mit Bewegung und Therapie die Lebensqualität erhöhen.

Ziele

  • Wissensvermittlung in Theorie und Praxis
  • Schmerzlinderung
  • Allgemeine Kräftigung und Stärkung der Rückenmuskulatur
  • Koordinations- und Gleichgewichtsoptimierung
  • Ausbau der Beweglichkeit durch Mobilisationsübungen
  • Korrektur falscher Belastung

Das Therapieangebot

  • Eingangsuntersuchung ( Labor, Blutabnahme, Harnkontrolle, Größen- und Gewichtsmessung, Blutdruck Messung, Sonografie, Ergometrie )
  • Gesundheitsvorsorge
  • Physikalische Therapie ( Elektrotherapie, Inhalationen, Zellenbad, Streckbett ) -nach Indikation und ärztlicher Verordnung
  • Balneologische Therapie ( Massage, Hydromassage, Rotlicht, Fango, medizinisches Bad ) -nach Indikation und ärztlicher Verordnung
  • Bewegungstherapie ( Morgenerwachen, Wassergymnastik, Herz-Kreislauftraining, Radfahren, Krafttraining )

Was ist der Bewegungs- und Stützapparat?

Der aktive Bewegungsapparat besteht aus Muskel, Sehnen und verschiedenen Arten von Bindegewebe. Der passive Bewegungsapparat-auch Stützapparat genannt- besteht im wesentlichen aus Knochen, Knorpeln und Gelenken mit stabilisierenden Bändern. Daraus ergibt sich die Funktion der Erhaltung der Körpergestalt, der Körperhaltung und der (Fort-)Bewegung.

Für die Versorgung der genannten Körperstrukturen wie zum Beispiel des Knochens, Knorpels und Muskels mit Sauerstoff oder anderen Nährstoffen, aber auch für den Erhalt der vielfältigen Funktionen, ist der regelmäßige Gebrauch des Bewegungsapparates in Form von Bewegungstraining notwendig.

Gesundheitsförderliche Bewegung

In unserer von westlichen Strukturen geprägten Gesellschaft leiden immer mehr Menschen an akutem Bewegungsmangel. Es beginnt schon im frühen Lebensalter und zieht sich dann durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten. Durch unseren modernen Lebensstil und die damit verbundene Bequemlichkeit ist zu wenig Bewegung die Hauptursache für viele Erkrankungen des Menschen. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und dadurch kommt es vermehrt zu  Stress im Beruf und Alltag, dies belastet den Körper noch zusätzlich und es treten weitere körperliche Probleme auf. Folgen sind neben Übergewicht, Fettsucht, das Abnehmen von Muskelmasse und Knochendichte auch alle bekannten Zivilisationskrankheiten wie:

Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck; Herzinfarkt, Schlaganfall, unspezifische Rückenschmerzen, Wirbelsäulenschäden, Osteoporose, Arthrose, Depression, Winterdepression.

Körperliche Aktivität senkt das Risiko dieser Zivilisationskrankheiten! Wenn man zehn überschüssige Kilos abbaut:

  • Sinkt die Gesamtsterblichkeitsrate um 10 bis 25 Prozent
  • Sinkt das Risiko an Diabetes Typ2 zu sterben um 30 bis 40 Prozent
  • Sinkt das Risiko an mit Fettsucht- bedingten Erkrankungen zu sterben um gar 40 bis 50 Prozent
  • Sinkt der Blutdruck und auch der Cholesterinspiegel
  • Sinkt der Ruhe- Blutzuckerspiegel um bis zu 30 bis 50 Prozent
  • Ist es bei einer koronaren Herzerkrankung in der Lage ein Drittel mehr Leistung zu erbringen
  • Sinkt das Risiko an einer Angina- Pectoris zu erkranken um 90 Prozent
  • Reduziert man das Stressrisiko deutlich 

Es wird das Wohlbefinden gesteigert und man fühlt sich glücklicher!

Die führenden wissenschaftlichen Gesellschaften und die World Health Organisation empfehlen daher mindestens 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag.
Diese Aktivitäten können folgende Tätigkeit beinhalten:

Moderat: Wandern, leichte Gartenarbeit, Tanzen, Golfspielen, langsames Radfahren, Gehen, leichtes Gewichtstraining, Dehngymnastik
Intensiv: Laufen, Radfahren langsames Schwimmen, Gymnastik, schnelles Gehen, schwere Arbeit (Holzhacken), Ballspielen

Das Geheimnis für einen gesunden Lebensstil liegt in dem Verhältnis von Energieverbrauch und Aktivität. Man sollte annähernd so viele Kalorien verbrauchen wie man über den Tag verteilt zu sich nimmt. Durch einen aktiven Lebensstil und zusätzlicher Bewegung kann man dieses Ziel erreichen und auch Stress besser verarbeiten! Mit Bewegung kann man also neben der Reduktion sämtlicher Risikoparameter auch Stress positiv beeinflussen. Daraus resultiert oft ein stärkeres Selbstbewusstsein, ruhigerer Schlaf und es kommt zu einer Reduktion von übermäßiger Ängstlichkeit, was die Bewegung betrifft. Abschließend kann man sagen, dass man sich dadurch im Alltag energiegeladener fühlt, die Lebensqualität verbessert und bis ins hohe Lebensalter hinein fit und aktiv bleibt!

Literatur:
Bachl, Schwarz, Zeibig, 2006, Aktiv ins Alter- Mit richtiger Bewegung jung bleiben, Springer Verlag Wien New York